Drei Visionäre, drei …

Drei Visionäre, drei …

Drei Visionäre, drei Jahrhunderte und ein Schlosspark

Wenn wir an Blankensee denken, dann haben wir natürlich gleich das Bauernmuseum im Sinn. Dabei lockt noch viel mehr: die vielen kleinen charmanten Hofläden, der idyllische Blankensee und der märchenhafte Schlosspark. Dieser ist der perfekte Ort, um bei einem gemütlichen Spaziergang zu verschnaufen und die Seele baumeln zu lassen. Doch wie viel Geschichte versteckt sich im Schlosspark? Machen wir heute also eine kleine Zeitreise…
… und beginnen im 18. Jahrhundert, als Christian Wilhelm von Thümen das Anwesen von seinem Vater erbte. Er betätigte sich als Bauherr und nahm sich neben der Umgestaltung des Schlosses auch den Garten vor.
Erst kneten, dann backen

Erst kneten, dann backen

Erst kneten, dann backen – das Objekt des Monats März 21 im Bauernmuseum Blankensee

Ich habe am Wochenende Teig geknetet und Brot gebacken. Das mache ich öfter mal, wenn die ganze Familie Appetit auf ein frisches Brot hat und ich ein wenig Entspannung brauche. Beim ausgiebigen Kneten des Teiges kann man wunderbar nachdenken. Nur dass die Geduld bei den Lieben oft auf der Strecke bleibt und das Brot – kaum aus dem Ofen gekom- men – am besten schon ver- speist wird. Wie wäre es mit einem selbst gebackenen Osterbrot in diesem Jahr? Dieser Brauch stammt schon aus dem Mittelalter und gilt als christliches Symbol des „Fasten- brechens“. Nach 40-tägiger Fastenzeit darf zu Ostern wieder geschlemmt werden, und so gehört ein süßes Osterbrot traditionell auf den Tisch, das je nach Form und verwendeten Zutaten bestimmte christliche Symbole verdeutlicht. Traditionell deutet zum Beispiel die Zopfform auf die Verflechtung von Gott und Mensch hin. Durch die Zugabe von Safran wird ein runder, gelber Laib zum Symbol für die Sonne als Hinweis auf Jesus als Licht der Welt. Eingebackene Früchte sollen ein fruchtbares Jahr bringen.
Tritt ein, bring Glück herein

Tritt ein, bring Glück herein

Tritt ein, bring Glück herein – das Objekt des Monats Februar im Bauernmuseum Blankensee

Auch wenn sie als Gäste in unserem Museum im Grunde immer einen Fuß in der Tür haben, so können sie derzeit leider nicht einmal durchs Hintertürchen eintreten, denn unser Haus hat noch immer geschlossen. Da möchte man vor lauter Enttäuschung am liebsten mit den Türen knallen. Aber da hilft kein Schmollen, widmen wir uns lieber in diesem Monat der Tür als Objekt. Steht selbige einerseits durchaus symbolisch für den oben genannten Zustand, ist sie andererseits etwas sehr Besonderes – die Tür im Allgemeinen und unsere Haustür im denkmalgeschützten Bauernhaus erst recht. Die Haustür stellt den Eingang in ein Gebäude dar, daher wird ihr eine gewisse Bedeutung beigemessen, was sich wiederum in der Gestaltung niederschlägt. Unsere straßenseitige Haustür im Bauernhaus ist nicht umsonst eines der beliebtesten Fotomotive der Besucher unseres Museums. Bei genauem Hinse- hen präsentiert sich ebenso das dazugehörige Oberlicht über dem Türsturz in wohlgestalteter Ausführung.
Mit und ohne blassen Schimmer

Mit und ohne blassen Schimmer

Mit und ohne blassen Schimmer – Das Objekt des Monats Dezember im Bauernmuseum Blankensee

Die wirklich dunkle Jahreszeit ist angebrochen, und wir befinden uns mitten in der Adventszeit. Uns treibt das Bedürfnis nach Harmonie und Gemütlichkeit in die Stuben, und mitten in die Insel der Ruhe stellen wir uns kleine Lichter. Die brennenden Kerzen suggerieren uns Entspannung und sollen festliche Stimmung verbreiten. Ob dies immer nach Wunsch gelinget, sei dahingestellt, aber einen Versuch ist es jederzeit wert. Gönnen sie sich ruhig diesen wahren Luxus und freuen sie sich über diese kleinen Rituale und Zeichen – trotz unserer modernen Welt. Denn was für uns heute das Sahnehäubchen der stimmungsvollen Festlichkeit darstellt, war noch im 19. Jahrhundert in den Stuben der Bauern bittere Notwendigkeit. In die Dörfer unserer Umgebung kam erst in den 1920er Jahren der elektrische Strom. Und bis dahin hieß es, das notwendige Licht mittels offener Feuerquelle zu erzeu-gen. Dies geschah anfangs auf dem Land noch mittels Kienspanhalter, die umliegenden Wälder boten für Kienspäne unerschöpfliche Reserven.